Geschichte


Von den Anfängen bis zur Stilllegung 1985
Die Zieglei in Kronburg-Hackenbach wurde ca. 1910 von der Familie Hässler gegründet und über viele Jahrzehnte betrieben. Nach dem 2. Weltkrieg war es ein florierender Betrieb mir vielen Arbeitsplätzen für die Bewohner des Illerwinkels. 1954 ging sie dann über in den Besitz des Ziegelwerks Klosterbeuren. In die Ziegelei Kronburg wurde nicht mehr investiert, so dass die Ziegel bald nicht mehr den Anforderungen der Bauindustrie entsprachen. Die Arbeitsplätze wurden immer weniger. 1985 wurde die Ziegelei in Hackenbach stillgelegt. Übrig blieb ein Arbeitplatz. Es erfolgte auch kein Lehmabbau mehr.

Lehmabbau ab 1991
Im Jahre 1991 stellte die Firma Thater einen Bauantrag zum Abbau von Lehm und zum Transport nach Klosterbeuren. Dieser Antrag wurde vom Gemeinderat genehmigt in Zusammenhang mit einer Rekultivierung nach Beendigung des Lehmabbaus. Die Rekultivierung sah eine Abböschung des Steilhangs vor mit Bepflanzung, anlegen von Weihern und Wiesenflächen. Die Genehmigung war abhängig von der Rekultivierung.  Im Jahre 2001 wurde die Abbaugenehmigung verlängert.
Der Lehmabbau erreichte im Jahr 2002 seinen Höhepunkt und ging in den letzten Jahren immer weiter zurück. In den letzten Jahren wurde fast nichts mehr abtransportiert.

Antrag auf Verfüllung im Jahre 2009/2010
Jetzt im Jahr 2010 stellt die Firma Soladis, eine Tochterfirma  des Kosterbeurer Ziegelwerks (Thater) einen Tekturantrag zum Bauantrag von 2001 mit dem Ziel, die Lehmgrube mit 850000 m3 belasteten Material zu verfüllen. (Ein Tekturantrag ist ein Änderungsantrag zu einem gültigen Bauantrag).
Dieser Antrag sieht vor, 850000 Kubikmeter Material der Schadstoffklassen Z0 bis Z2 einzufüllen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Z0 ist ganz normaler unbelasteter Bodenaushub, z.B. bei einem Tunnelbau der Aushub der aus dem Berg kommt. Z1 ist so wenig belastet, dass es noch in Kiesgruben eingebracht werden darf. Z2 dagegen ist bereits so hoch belastet, dass Lehmgruben nötig sind mit einer dichten Lehmdicke von ca. 6 Metern. Es gibt Schadstroffklassen bis Z4. Da ist Z2 schon hoch belastet. Dies wird von den Antragstellern in allen Gesprächen total verharmlost.
Wenn wir von dem Vorhaben nichts mitbekommen hätten und uns nicht gewehrt hätten, wären die Bürger des Illerwinkels und aller betroffener Gemeinden irgendwann vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Die Gemeinde hätte den Antrag eher abgelehnt, im Landratsamt wäre er sicher durchgewunken worden und das Landratsamt hätte so die Gemeinde „überstimmt“. Herr Baumann. der Leiter der Abteilung Bau und Abfall meint ganz zu Beginn des Verfahrens, dass der Antrag auch als Bauantrag zu behandeln ist und so auch genehmigungsfähig ist.
Nach eingehender Prüfung war Herrn Baumann sofort klar, dass der Antrag nie als Bauantrag genehmigt werden kann und dementsprechend wurde er auch vom Landratsamt mit einer sehr überzeugenden Begründung abgelehnt. An dieser Haltung des Landratsamtes hat sich bis heute nichts geändert. So ziehen Landratsamt, Gemeinde und Bürger der betroffenen Gemeinden an einem Strang. Was nicht immer so ist und durchaus hervorzuheben ist.

 

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