Kiesabbau Niederrieden


Fläche für Kiesabbau wird größer
Geplantes Gewerbegebiet bei Niederrieden gestrichen – Landratsamt: Anbindung an Ort fehlt
Der geplante Kiesabbau auf der Gemarkung Niederrieden rückt näher. Mittlerweile werden für die Ausweisung einer Konzentrationsfläche und eine damit verbundene Änderung des Flächennutzungsplans die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Wie Bürgermeister Michael Büchler auf Anfrage der Memminger Zeitung mitteilte, musste der Gemeinderat Niederrieden die geplante Konzentrationsfläche in Absprache mit der Regierung von Schwaben und dem Landratsamt von ursprünglich rund 20 Hektar auf nunmehr knapp 30 Hektar vergrößern.

Die geplante Konzentrationsfläche wurde somit um zehn Hektar nach Osten und damit in Richtung Niederrieden erweitert. Damit sei diese Fläche nun fast deckungsgleich mit dem ursprünglichen Antrag der Entwicklungsgesellschaft J. Steidele, der bereits im Raumordnungsverfahren gestellt wurde (wir berichteten). Der Rathauschef geht weiter davon aus, dass sich der Antragsteller den Großteil der beantragten Abbaufläche bereits gesichert hat. «Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es mit dem Kiesabbau losgeht», meinte Büchler.

Auf Anfrage bestätigt Christian Baumann, Leiter der Abteilung Bauen und Umwelt am Landratsamt, dass ein Kiesabbauantrag vorliegt. Ein Antrag auf Nassabbau werde derzeit vom Wasserwirtschaftsamt geprüft. Baumann macht deutlich, dass allerdings zuerst ein förmliches Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden soll.
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Dies dürfte sechs bis neun Monate in Anspruch nehmen, so der Jurist. Der Abbauantrag erstreckt sich demnach auf rund 18 Hektar und befindet sich im Wesentlichen innerhalb der auf rund 30 Hektar vergrößerten Konzentrationsfläche. Aus der ausgebeuteten Kiesgrube soll dem Antrag entsprechend ein großer Baggersee werden.

Nach Angaben von Bürgermeister Büchler ist zudem neu, dass das geplante Gewerbegebiet, das der Niederrieder Gemeinderat an der B300 in Richtung Heimertingen vorgesehen hatte, nicht mehr in der aktuellen Änderungsplanung des Flächennutzungsplans enthalten ist. «Das Gewerbegebiet mussten wir im Verlauf der Gespräche ersatzlos herausnehmen», fügte der Bürgermeister an und schilderte, dass dem Gewerbegebiet nach Auffassung des Landratsamtes durch die bestehende Entfernung eine angemessene räumliche Anbindung an den Ort fehle. Christian Baumann bestätigt, dass das Gewerbegebiet nicht mehr im Flächennutzungsplan enthalten ist. Ein so großes Gewerbegebiet sei in solch beträchtlicher Entfernung von der Ortschaft nicht darstellbar. Über die Größe und die Lage könne man sich in einer gesonderten Änderungsplanung zu einem späteren Zeitpunkt nochmals neu unterhalten.

Auf Bebauungsplan Einfluss nehmen

Bürgermeister Büchler macht weiter deutlich, dass der Gemeinderat mit einem Nassabbau nicht einverstanden sein wird. Er geht allerdings davon aus, dass die Ratsmitglieder über den Bebauungsplan nochmals Einfluss nehmen und einen Trockenabbau festschreiben könnten.

Die geplante Konzentrationsfläche für Kiesabbau bei Niederrieden wird von 20 auf 30 Hektar vergrößert. Armin Schmid

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